SC Leichlingen vorübergehend Heimatlos

[30.07.2021] Die Auswirkungen der Überschwemmung zeigten sich erst gestern für den Sport-Club Leichlingen. In Absprache mit dem Stadtsportverband konnte ein kurzfristiger Termin gefunden werden, um eine Auflistung der Schäden vorzunehmen und den daraus resultierenden Unrat zu entsorgen.

“Ich war froh als wir die Nachricht erhalten haben, dass wir auf die Platzanlage können, um die entstandenen Schäden zu begutachten“, so der neue Jugendleiter Kai Lehmann. „Leider sind unsere Befürchtungen noch übertroffen worden. Nach dieser langen Corona-Pause ist dies der nächste Rückschlag, den wir bewältigen müssen. Trotz des ganzen materiellen Schadens, den wir erlitten haben, sind meine Gedanken bei jedem einzelnen Spieler des SC Leichlingen. Jetzt heißt es den Fokus darauf zu legen, dass die Jungs und Mädels wieder trainieren können. Ich bin da aber guter Dinge, dass wir das als Verein schaffen und gestärkt aus dieser Situation hervorgehen werden.“

Ein Großteil des Mobiliars und der Gerätschaften hat das Unglück nicht überstanden. Nahezu die gesamte Büroeinrichtung musste heute auf die benachbarte Übergangsdeponie. „Leider hat es neben der Inneneinrichtung auch eine Vielzahl an Unterlagen, die im Büro lagerten, erwischt.“ zeigte sich der Vorsitzende David Blaskowitz erschüttert.

Mit etwa 15 Leuten war der Verein vor Ort und hat am späten Donnerstagnachmittag alle Räumlichkeiten komplett ausgeräumt, da der Schlamm und Dreck in jeder Ecke der Sportanlage eingedrungen war. Alle Helfer waren mit Masken und Handschuhen ausgestattet. Schränke, Regale und Material mussten aus den Lagerräumen entfernt werden, um sich ein genaues Bild der Schäden am und im Gebäude zu verschaffen. In Kürze wird eine Reinigungstruppe die Balker Aue von Grund auf reinigen. Wann die Sportanlage wieder nutzbar sein wird ist noch nicht abzusehen.

„Wir haben nicht nur einen immensen materiellen Schaden erlitten, sondern wir sind faktisch wieder heimatlos,“ stellt David Blaskowitz betrübt fest. „Nachdem wir lange auf den neuen Kunstrasen hatten warten müssen, der nun gerade fertig war, hat die Flutwelle Gebäude und Kunstrasen stark zugesetzt Wir haben heute versucht zu retten, was zu retten ist, jedoch hat es zahlreiche Bälle und Trikotsätze sowie Trainingsmaterial erwischt. Vieles ist nun hinüber und muss ersetzt werden. Wir wissen noch nicht ganz genau, wie wir diese neue Herausforderung bestehen sollen, aber wie immer beim SCL – Wir geben die Hoffnung nicht auf und werden auch hier wieder gemeinsam Lösungen finden. Die breite Solidarität, die wir erfahren durften, stimmt uns optimistisch.“