Charlie Müller – der Globetrotter

Heute stellen wir Charlie Müller vor. Welches Team trainierst Du?

Ich darf als Co-Trainer Michael Wirz bei der C1 unterstützen.

Wie bist Du zum SC Leichlingen gekommen?

Durch meinen Sohn, der seinerzeit in der E-Jugend startete und heute in der C 1 spielt.

Hast Du früher selbst aktiv gespielt?

Ja, ich habe 15 Jahre beim BC Kirdorf-Blerichen (Bedburg an der Erft) in der Kreisliga A/B gespielt und parallel dazu 28 Jahre beim FC Jumbo Köln (Lufthansa Betriebssportmannschaft) in der Kölner Betriebssportliga.

Unser größter Erfolg war 1978 der Gewinn des Europapokals aller Europäischen Lufthansa Mannschaften. Ansonsten habe ich bis auf Australien auf allen Erdteilen Auswärtsspiele bestreiten dürfen.

1981 haben wir in China gegen die Auswahl der Sporthochschule Peking, die mit etlichen Nationalspielern gespickt war, als erste westliche Mannschaft ein offizielles Spiel im Arbeiterstadion zu Peking bestritten. Das Spiel wurde Live im chinesischen Fernsehen übertragen und auch der Kicker hat darüber ausführlich berichtet. Das Spiel haben wir zwar 4:2 verloren, aber dafür durften wir anschließend viele Autogramme schreiben.

Wie würdest Du Dich als Trainer beschreiben? Hast Du ein Vorbild?

Ich gehe Michael Wirz stets unterwürfig zur Hand oder zum Fuß, je nachdem.

Kein Vorbild, jeder Mensch, der mit Respekt und Anstand durchs Leben geht, ist ein Vorbild.

Dein schönster Erfolg als Trainer beim SC Leichlingen?

Steht noch aus – nämlich C1 Meister der Kreis-Leistungs-Klasse 2021/2022

Du bist schon Trainer im geilsten Verein, aber welches Trainerangebot würde dich zum Grübeln bringen?

Trainer Angebot für mich? Wer ist denn so meschugge! Obwohl, als (Aushilfs-)Trainer der Hobby-Frauenmannschaft der Lufthansa bin ich ungeschlagen. 2 Spiele, 6 Punkte, 6:4 Tore. Man sollte immer auf dem Höhepunkt aufhören!

Was war das Verrückteste, was Du bislang gemacht hast?

Ich habe bei unserem Auswärtsspiel in Saigon (Vietnam) ein Fahrrad-Riksha Rennen organisiert (was verboten war – wusste ich nicht) und als wir mit 20 Spielern/Rikshas abends in der Hauptverkehrszeit los sind, haben wir ein ziemliches Verkehrschaos verursacht, weil die Riksha Fahrer ohne Rücksicht allen anderen Verkehrsteilnehmern die Vorfahrt genommen haben (jeder wollte gewinnen und die Siegprämie von 3 US $ einstreichen). Die örtlichen Kollegen von Michael Wirz haben uns verwarnt und in Aussicht gestellt, dass wir bei Wiederholung unser Hotelzimmer mit nicht klimatisierten Räumlichkeiten in einer staatlichen Unterkunft tauschen könnten. Hat gewirkt!